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Sonntag, 5. Januar 2014

Road Trip - Cape Tribulation - Atherthon Tablelands - Mission Beach - Skydive

26.09.2013

Am Samstag ging es los…Start des Roadtrips! Nachdem die letzte Wäsche gewaschen und das Auto voll beladen war konnte es auch losgehen… natürlich musste ich mich noch von meinen Lieben verabschieden, mit denen ich seit meiner Ankunft zusammen gereist bin und einfach eine übertrieben geile Zeit genossen habe. Den letzten Abend verbrachten wir noch gemeinsam in der Hostelbar und plauderten über all die geilen Dinge, die wir in den letzten 5 Wochen zusammen erlebt hatten. 


Der Abschied am Samstag war relativ kurz und schmerzlos, da wir noch einiges zu erledigen hatten. Einkaufen war angesagt! Zuerst ging es zu Rustys – das ist ein Markt in Cairns, auf dem es günstiges Obst und Gemüse gibt. Nachdem wir uns dort mit allerlei eingedeckt hatten, ging es zu einem Drive-In-Bottleshop. Das war auch neu für mich – quasi wie bei Mc Donalds Alkohol kaufen...genial!




Nach einer 2 ½ stündigen Fahrt über den Highway, mit der Fähre über einen Fluss und eine Berg- und Talfahrt durch die Serpentinen entlang der Küste und später durch den Regenwald sind wir schließlich auch an unserem Ziel angekommen – Cape Tribulation.


Umso tiefer wir durch den Regenwald fuhren, umso enger wurde die Straße und umso enger auch die Kurven – geil! Unsere Hammerstraße Richtung Essen-Werden ist ein Kindergeburtstag dagegen.

Da hier in Australien gerade erst der Frühling anfängt, geht die Sonne noch recht früh unter. Um halb 7 Abends ist es hier Stockduster. Und es kam wie es kommen musste – wir kamen natürlich im dunkeln an. Wäre alles kein Problem gewesen, wenn wir denn von vorn herein gewusst hätten, wo wir überhaupt schlafen.


Schließlich haben wir einen Campingground gefunden  und  uns auch dort niedergelassen…ein deutsches Pärchen nebenan sagte uns dann, dass wir es vorher online buchen und bezahlen müssten… naja, es war dunkel, Handyempfang gab es nicht – also auf gut Glück einfach hinstellen.


Natürlich hatten wir Hunger und wollten das erste Mal unseren Gaskocher einweihen – nach kurzen Startschwierigkeiten funktionierte dieser auch tadellos. Da es ja schon dunkel war ging es mit unseren Stirnlampen bewaffnet (definitiv die beste Investition aller Zeiten) ans Gemüse schnibbeln.

Auf der Speisekarte stand Reis in einer Soße aus Süßkartoffeln, Paprika, Zwiebeln, Cocosmilch und Currypaste. Ja Mama, ich wusste auch nicht wie eine Süßkartoffel aussieht. ;-)


Zum Nachtisch dann noch eine Steinmelone und der Abend war gerettet. Komischerweise waren wir um 8 Uhr die einzigen nicht schlafenden Personen auf dem Platz…daran muss man sich auch erst einmal gewöhnen – früh ins Bett gehen. Bisher hat es jedenfalls nicht geklappt.


Die erste Nacht zusammen im Auto hat auch erstaunlich gut geklappt…einmal Position gefunden – direkt eingeschlummert.



Am nächsten Morgen freuten wir uns schon auf unser Frühstück. Wir hatten uns einen Sandwichtoaster für 7,50$ gegönnt und wollten den dann auch mit unserem Konverter zum laufen bringen. Hmm…hat nicht geklappt! Da Physik bekanntermaßen nie meine Stärke war (Danke Frau Röber…Papierschiffe bauen im Unterricht hat mein Leben nicht bereichtert), wurde beim Kauf natürlich auch nicht auf die Wattangabe geachtet… ich kann nun aus eigener Erfahrung bestätigen, dass ein Toast in einem 750 Watt Toaster, der den Strom aus einem 120 Watt Konverter bezieht, nicht getoastet wird!!! Die Enttäuschung stand uns ins Gesicht geschrieben. Naja, dann wurde das Toast halt ungetoastet gegessen, geht ja alles.


Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg zum Cape Tribulation Strand – zwei Minuten Fußweg. Aussicht: Traumhaft!


Dort verbrachten wir dann eigentlich den ganzen Tag, haben den Strand erkundet, Bilder geschossen und gesonnt… cooler Tag.


Die zweite Nacht stellten wir uns auf den gleichen Platz – wieder ohne zu bezahlen ;-)


Dort haben wir unsere Campdusche ausgepackt und (so wie es möglich war) geduscht…für das nötigste hat es gereicht.


Nachdem wir den Rest vom Tag davor gegessen hatten, waren wir eigentlich nur damit beschäftigt Karten zu spielen und Moskitos zu töten. 


Also ich denke, ich werde eine Insektenspray-Abwehrdusche entwickeln, die einen ununterbrochen mit einem leichten Nebel von Insektenspray umhüllt, es patentieren lassen und Millionen scheffeln!!

Diese Viecher sind wirklich mehr als nervig! Man durchläuft meiner Meinung nach an einem Abend im Regenwald mit Mückenattacken verschiedene Phasen: Es fängt an mit nervig, es geht weiter über zu komplette Aggression und schließlich zum „scheiß egal“ Gefühl…ich war wirklich schon kurz davor mir einen Maleroverall zu stricken und den in Insektenspray zu tränken. Naja, ab ins Bett & Tür zu.


Am nächsten Morgen war leider nichts mit gemütlich frühstücken – die Ranger kamen…also alles so schnell wie möglich zusammenpacken und weg vom Platz, wir hatten ja keine Lust eine Strafe zu zahlen.


Nun ging es den Weg zurück nach Cairns um dort auf einen anderen Highway aufzufahren –Ziel: Die Atherton Tablelands.


Vorbei an den Milla Milla Falls, gab es auf der Route viele verschiedene Wasserfälle anzufahren, der letzte war der schönste: Nandroya Falls. Auf dem Weg dorthin mussten wir 2,2 km durch den Regenwald laufen, aber es hatte sich gelohnt. Auf dem Rückweg wurde es schon echt dunkel und wir mussten uns tierisch beeilen um nicht ganz im Dunkeln durch den Regenwald zu latschen.


Nach der Wanderung durch den Dschungel haben wir es mal wieder nicht geschafft im hellen zu kochen…egal, gerade dabei unser Camp für die Nacht aufzuschlagen – Heckklappe lässt sich nicht öffnen! Na geil…mit gutem Zureden, streicheln und auch mit roher Gewalt nichts zu machen.


Stockeduster, nur mit unseren Stirnlampen bewaffnet (die immernoch absolut Beste Investition aller Zeiten) standen wir nun da – mitten im Nirgendwo…und vor allem hungrig.


Alles klar, anders war nicht an unsere Sachen ranzukommen,  also wieder zusammenpacken und 30 km in die nächste Stadt fahren, endlich etwas essen und am nächsten Morgen dann einen Mechaniker aufsuchen.


Gesagt, getan! In einem Ort namens Innisfail angekommen, hat Mc Donalds erst einmal unseren Hunger gestillt. Auf einem Rastplatz haben wir dann einen Ort zum schlafen gefunden. 


Neben uns hausten ein sehr nettes, deutsches Pärchen mit denen wir uns gleich anfreundeten. Schließlich machten wir Popcorn auf dem Herd der beiden und schauten einen Film – fertig war ein sehr witziger und gelungener Abend. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns alle und machten uns auf die Suche nach einem Mechaniker um unser Heckklappenproblem zu lösen.



Eine halbe Stunde später und 30$ ärmer war dies dann auch gelöst. Ein kleines Plastikteil der Innenverkleidung hatte sich verabschiedet und ist in das Schloss gefallen und hatte es blockiert…kann ja niemand ahnen. Da wir dann schon mal dort waren, ließen wir auch gleich unseren Blinker vorne rechts erneuern, der war nämlich auch defekt.


Das deutsche Pärchen hatte uns einen Ort namens „Paronella Park“ empfohlen, den wir auch gleich besuchten. 


Mark, der Besitzer des ganzen nahm uns auch direkt in Empfang und wir kamen sofort ins Gespräch. Da wir ja keine Backpacker, sondern Budget-Traveller sind, wie er es so schön formulierte, mussten wir jeder auch nur 25$ statt 40$ zahlen, darin inbegriffen war ein Platz auf dem Campingplatz mit Strom, Toilette & Dusche und der Eintritt in den Park.


Also es war das Geld auf jeden Fall wert! Der Park ist ein riesiges Gelände an einem Wasserfall der 1930 von einem Spanier gekauft wurde. Dieser baute dort Schlösser, Festungen, Tunnel etc…alles nach seiner Phantasie und machte sich ein schönes Leben dort. Auf den Bäumen leben Tausende Fledermäuse und Flughunde, Max wurde auch erst einmal von einem angekackt…jetzt machte es auch Sinn weshalb alle anderen mit Regenschirmen dort rumliefen.  Als später die ganze Familie des Spaniers verstorben war, vergammelte das ganze Gelände. Mark & seine Frau kauften es schließlich 1993 und brachten es auf Vordermann… alles in allem auch ein echt cooler Tag. 


Neben uns auf dem Platz stand ein nettes, älteres, australisches Ehepaar. Am nächsten Morgen schenkten sie uns sogar noch Eier, Bohnen und Chips – richtig nett. Und da wir diesmal auch Strom hatten, gab es Rührei und vor allem konnte unser Sandwichtoaster endlich mal eingeweiht werden.

Der gestrige Plan war es nach Mission Beach zu fahren. Ein Ort an dem mehrere Strände aneinandergereiht eine kleine Stadt bilden. Dort angekommen, nichtsahnend über die Hauptstraße gefahren, sahen wir plötzlich zwei alte Bekannte: Max & Andreas aus unserem Hostel in Cairns! Zufälle gibt’s… ich habe wirklich Respekt vor den beiden! Die haben sich das Ziel gesetzt, so viel wie möglich zu Fuß zu gehen und sind am Samstag auch losgezogen. Tja und gestern sind sie hier angekommen – mit 30 kg jeweils auf dem Rücken.


Die beiden haben wir dann in unser Auto verfrachtet (liegend auf dem Bett) und uns ein Plätzchen am Strand gesucht für die Nacht…dort sind wir nun. Später haben wir Feuerholz gesammelt und Kokosnüsse von der Palme geholt… was ein Akt – mit Steinen und Seil bewaffnet hat es aber geklappt! Richtig geil sich eine selbstgepflückte Kokosnuss reinzuziehen ;-)


Abends saßen wir hier gemeinsam, kochten zusammen und schmissen unser Lagerfeuer an.


Heute war es dann endlich soweit – SKYDIVE!!!


Oh man, es war einfach nur geil!!! Ich hatte mir das Ticket für den Fallschirmsprung schon vor ein paar Wochen in Cairns zugelegt und gestern für heute in Mission Beach gebucht.

Ich wurde um 7 Uhr an einem Hostel abgeholt und zum Beach gebracht, wo es stattfinden sollte. Die Frau bei der ich es gestern per Telefon gebucht habe, wollte ein Hostel wissen, an dem sie mich einsammeln können, somit habe ich einfach eins angegeben und bin heute Morgen von unserem Schlafplatz am Strand dort hingefahren.


In dem Skydive-office angekommen wurde der Truppe erst einmal ein Instruktionsvideo gezeigt, welche Position man beim Sprung einnehmen muss und sowas halt.


Nun lernten wir unsere Sprungpartner kennen, denen wir unser Leben anvertrauten. Mein George war richtig cool und er erklärte mir alles noch einmal, zog mir meine Sicherung an und dann ging es auch schon los… wir waren insgesamt 6 Personen + 6 Instructor, an denen wir nun gleich dranhängen würden. Mit einem Bus fuhren wir gute 20 Minuten zu einem Flugplatz an dem schon unser kleines Flugzeug stand. Alle Mann rein und ab die Post…hoch auf 14000 feet – 4000 Meter.


Oben angekommen war ich schon ein wenig aufgeregt, ängstlich aber komischerweise nicht. Als dann die Tür aufging dachte ich mir nur so: „Jawoll, hast du ein Ei am wandern? Mach die Tür zu, wir sind im Flugzeug!!!“  Hahaha…


Als sich das erste Team dann raus stürzte, wurde mir dann doch ein bisschen mulmig zu Mute,  aber es gab kein Halten mehr! Nun waren George und ich an der Reihe… ich musste mich an die Kante setzen und meine Beine aus der Tür halten…4000 Meter Luft war unter uns…noch einmal nett in die Kamera winken und looooooos!


Wooooow!!!! Es war der Wahnsinn! Man kann es gar nicht beschreiben. Es ist anders als jede Achterbahn oder Freefall-Tower im Freizeitpark. Es war einfach nur geil! 60 Sekunden freier Fall bevor die Leine gezogen wurde…


Ich musste mir die ganze Zeit das Lachen verkneifen, aber es ging einfach nicht. Dementsprechend sieht mein Gesicht auch so aus, wie es aussieht auf dem Video…


Nachdem die Leine gezogen wurde, schwebten wir über 5 Minuten in der Luft…wir hatten einen Ausblick über das Great Barrier Reef und zur anderen Seite über den Regenwald…TRAUMHAFT! Dann konnte ich auch meine Brille abnehmen und durfte sogar selber lenken…echt geiles Gefühl. Und dann ich Schissbuxxe…ich habe ja schon Höhenangst wenn ich vom Balkon gucke…aber diesmal nicht – es war einfach nur cool!

Wo wurde gelandet? Natürlich ganz angemessen entspannt am Strand – so wie es sein muss! Es war einfach nur richtig geil! Ich wusste wirklich danach nicht was ich sagen sollte… ich denke sowas sollte jeder mal gemacht haben…leider ging es viel zu schnell vorbei. Aber definitiv eine richtig geile Erfahrung, vor allem an so einem Ort.


Alles in allem waren die letzten Tage echt der Hammer…wieder mal viele schöne Orte gesehen, nette Menschen kennengelernt und ein Stück die Ostküster südlicher gekommen.

Wie es die Tage weitergeht? Ich weiß es nicht, aber es bleibt aufregend!













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